Julian Blumenstein, Benedikt Fricke und Harald Jakob (v.l.) sind stolz auf die fertig bearbeiteten Möbel.

Julian Blumenstein, Benedikt Fricke und Harald Jakob (v.l.) sind stolz auf die fertig bearbeiteten Möbel.

Stühle mit Geschichte bekommen in den Caldener Werkstätten ein neues Leben geschenkt.

In den Caldener Werkstätten reparieren Menschen mit Handicap die Sitzflächen von Stühlen aller Art. Diese Stühle mit den markanten Sitzflächen verleihen jeder Wohnung einen ganz besonderen Charme. Durch einen Ausbau der Arbeitsplätze im Arbeitsbereich der Caldener Werkstätten können nun mehr Kundenaufträge bearbeitet werden.

Beschädigtes wird ersetzt
Erbstücke, einfache Stühle und aufwändig gestaltete Sessel, sie alle bekommen in den Caldener Werkstätten ein neues Leben geschenkt. Wenn sie geliefert werden, sind die Möbel oft in einem traurigen Zustand. Mit geübtem Griff entfernen die Mitarbeitenden die zerschlissenen Bespannungen, reinigen den Rahmen und beginnen dann mit den Aufbauarbeiten. Zuerst wird das passende Material ausgewählt. „Wir verarbeiten Matten und Peddigrohr“, erklärt Harald Jakob, Gruppenverantwortlicher  in den Caldener Werkstätten. Für jedes Möbel wird das passende Geflecht verwendet. Dabei wird besonders auf eine hohe Qualität geachtet.

Sorgfältig reinigt Julian Blumenstein den Rahmen einer Rückenlehne.

Sorgfältig reinigt Julian Blumenstein den Rahmen einer Rückenlehne.

Hohe Kundenzufriedenheit
In den Caldener Werkstätten werden die Stühle ausschließlich in Handarbeit bearbeitet. Fünf Menschen mit Handicap arbeiten derzeit in diesem Bereich. Einer von ihnen ist Julian Blumenstein. Der 25 jährige muss zügig arbeiten, damit die Feuchtigkeit des Peddigrohrs erhalten bleibt und es weich und biegsam ist. Konzentriert achtet er darauf, sorgfältig zu arbeiten, damit keine einzelnen Fäden herausgezogen werden. Das selbstständige Arbeiten macht ihm bei dieser Aufgabe besonders Spaß. Mehrere Arbeitsstunden dauert es, bis eine Sitzfläche komplett erneuert ist.
Besondere Kundenwünsche werden in den Caldener Werkstätten so weit wie möglich umgesetzt. Die positive Resonanz der Kunden, wenn diese ihre fertigen Möbel abholen, freut und motiviert die Mitarbeiter.

Besonderer Sitzcomfort
Wer einmal auf einem geflochtenen Stuhl gesessen hat, ist schnell von der hohen Qualität überzeugt. „Die Stühle sind leicht und bequem“, erklärt Harald Jakob. Oft sind die Möbel aufwändig gestaltet und mit schönen Drechselarbeiten versehen. „Wenn man ganz still auf so einem Stuhl sitzt, erzählt er eine Geschichte“, schmunzelt Harald Jakob. Gerne bearbeiten die Kollegen auch Stühle der Firma Thonet aus Frankenberg/Eder, wie den Klassiker, den Caféhaus-Stuhl oder elegante Freischwinger-Sessel.

Mit geübter Hand entfernt Benedikt Fricke das kaputte Geflecht aus einem Stuhl.

Mit geübter Hand entfernt Benedikt Fricke das kaputte Geflecht aus einem Stuhl.

Für Fragen rund um die Sitzmöbel oder für die Beauftragung neuer Sitzgeflechte, stehen die Mitarbeiter in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr und Freitags von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr in der Breslauaer Str. 15 in Calden oder unter der Telefonnummer 05674/9986-66 zur Verfügung.

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